Willkommen im Neuland

Überschrift, Teaser, Text und gegebenenfalls noch ein oder zwei Fotos: Auch 25 Jahre nachdem Tim Berners-Lee erstmals sein Konzept vom World Wide Web vorgestellt hat und 20 Jahre nach dem Start von Spiegel Online, das 1994 als weltweit erstes Nachrichtenmagazin online ging, folgt die Berichterstattung im Netz häufig einem klassischen Muster. Der Unterschied zu Printpublikationen ist meist eher marginal. Oft finden sich in der Print- sowie der Onlineausgabe eines Zeitungsverlages sogar die gleichen Texte. Echter Online-Journalismus ist jedoch mehr als Print ohne Papier. Er soll und kann mehr leisten.

Die Zukunft des Journalismus?

Die Zukunft des Journalismus?

Langsam setzt sich diese Erkenntnis auch in den Redaktionen durch. „Multimediales Storytelling wird auch bei deutschen Journalisten immer beliebter“, befand das Branchenportal Meedia im August. Und wann immer Redaktionen ihre Geschichten auf kreative Art und Weise erzählen und dabei die technischen Möglichkeiten, sie sich ihnen im Internet bieten, geschickt ausnutzen, versetzen sie damit die ganze Branche in Aufruhr. So zum Beispiel im Januar, als ich in meiner Facebook-Timeline die nebenstehende Meldung fand. Die Ostfriesen-Zeitung ist dabei nur ein willkürlich herausgegriffenens Beispiel. So oder in ähnlicher Form habe ich die Nachricht damals immer wieder gelesen.

Um eine solche Multimedia-Reportage zu erstellen, sind keine großen Programmierkenntnisse nötig. In den Tiefen des Internet gibt es zahlreiche digitale Hilfsmittel, mit denen Redakteure ihre Artikel durch multimediale Inhalte wie beispielsweise Video- und Audiobeiträge oder Karten sinnvoll ergänzen und ihren Lesern so einen echten Mehrwert liefern können. Ich bin heute hier, um Euch einige vorzustellen. Doch zunächst zurück zum Facebook-Beitrag der Ostfriesen-Zeitung. Er verweist auf eine Multimediareportage der Süddeutschen Zeitung, den ich Euch gerne zeigen möchte, da die Multimediareportage viele Elemente verwendet, auf die Ihr in den kommenden Tagen auch zurückgreifen könnt. Sie enthält Videos, animierte Karten, Infografiken, Zeitleisten und Bilder, die ihrerseits mit Videos, Audiodateien, weiteren Fotos und Texten verknüpft sind.

Der Prozess

Die Grundzutaten

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